Kultur

Aldi-Brüder im TV: Arnd Klawitter und Christoph Bach kaufen nie beim Discounter

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Ein ARD-Film schildert die Entführung von Theo Albrecht, der gemeinsam mit seinem Bruder Karl das Aldi-Imperium schuf. Im echten Leben meiden die Schauspieler Arnd Klawitter und Christoph Bach die Filialen des Discounters.

Die Schauspieler Arnd Klawitter und Christoph Bach (r.) als Theo und Karl Albrecht

Für den ARD-Film die “Die

Aldi-Brüder” verkörperten Arnd Klawitter und Christoph Bach die Söhne der Essener Unternehmer-Familie, doch im wahren Leben haben die beiden Schauspieler mit dem Discounter recht wenig zu tun.

“Ich kaufe nie bei Aldi ein, ich mache einen Bogen um solche Märkte”, sagte Klawitter dem “Kölner Express”. Stattdessen besorge er seine Lebensmittel bevorzugt im Bioladen.

“Die billigen Preise werden auf Kosten anderer erzielt”

Warum er Aldi meidet, erklärt der 50-Jährige so: “Die billigen Preise dort werden auf Kosten von anderen erzielt. Von Umwelt, Massentierhaltung, Medikamenten, Düngung. Das wissen wir alle – und wer dort kauft, nimmt es in Kauf. Ich finde diese ganze Philosophie dahinter furchtbar. Ich weiß wie dort mit Mitarbeitern umgegangen wird, wie lange es dort ein Gewerkschaftsverbot war. Und wie sich so eine Firma jetzt öffnet und durch Werbung Greenwashing betreibt. Also suggeriert sie wären sauber – ohne es zu sein.”

Im Film spielt Klawitter den jüngeren der Aldi-Brüder, Theo, der seit 1960 Aldi Nord führte und im November 1971 Opfer einer Entführung wurde. Dieses Ereignis steht im Zentrum des 90-minütigen Streifens.

Theos älterer Bruder Karl Albrecht, Chef von Aldi Süd, wird von

Christoph Bach verkörpert. Der 43-Jährige ist auch kein regelmäßiger Aldi-Kunde, hat sich aber in Vorbereitung auf die Rolle des Öfteren in den Filialen umgeschaut. Sein Fazit: “Heute ist ja alles noch sehr ähnlich wie am Anfang. Das Konzept ist noch immer voll sichtbar. Die komplette Reduktion ist noch immer erkennbar.”

Christoph Bach schließt Fortsetzung nicht aus

Von der Einrichtung der Läden könne man auf die Charaktereigenschaften der verstorbenen Aldi-Brüder schließen, findet Bach. “Eiserne Sparsamkeit, Disziplin, Reduktion aufs Wesentliche, eine Härte gegen sich und andere. Das weht ja als Geist durch die Läden. So waren die Brüder wohl auch. Da gab’s ja auch keine Unternehmenskultur, das Betriebsklima beruhte auf Distanz.”

Der gebürtige Schwabe schließt eine Fortsetzung des Aldi-Films nicht aus. “Vielleicht löst dieser Film ja auch etwas aus, damit wir etwas mehr erfahren über dieses Unternehmen, das uns im Guten wie im Schlechten so sehr geprägt hat und immer noch prägt. Dann hätten wir auch die Basis für einen weiteren Film.” Und Klawitter und Bach müssten vielleicht doch noch das ein oder andere Mal in einer Aldi-Filiale vorbeischauen.

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