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FC Bayern: Niko Kovac gibt indirekt zu, dass es Rebellen in seiner Mannschaft gibt

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Niko Kovac hat nach dem überzeugenden Sieg gegen Benfica indirekt bestätigt, dass einige Spieler offenbar gegen ihn seien. Aber die Rebellen scheinen in der Minderheit zu sein. Die Zukunft des Trainers ist weiterhin offen.

Es mutet ein wenig merkwürdig an: Im Grunde war Niko Kovac nach dem peinlichen 3:3 gegen Düsseldorf am vergangenen Samstag seinen Job so gut wie los – zumindest dachten das alle. Fans, Medien, Experten. Doch die Bayern taten am Dienstagabend in der Champions League genau das Gegenteil von dem, was man von einer Mannschaft erwartet, deren Trainer kurz vor der Entlassung steht. Sie spielten sehr gut und sehr erfolgreich. Der 5:1-Erfolg gegen Benfica Lissabon und die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League waren, so kann man es durchaus verstehen, ein Statement für den Trainer.

Der zweifache Torschütze Arjen Robben fand nach dem Spiel deutliche Worte. “Ich habe mich heute für ihn gefreut, denn das hat er sich verdient. Er gehört einfach zu uns.” Robert Lewandowski äußerte sich ähnlich: “Ja klar, wir wollen alle zusammen nach vorne schauen.”

Stimmen zum Spiel:
"Er gehört zu uns" – Die (Trotz-)Reaktionen der Bayern-Stars, Bosse und natürlich des Trainers

FCB-Präsident Uli Hoeneß hatte nach dem Spiel ausnahmsweise mal nicht viel zu sagen: “Wir haben gerade eben besprochen, dass Hasan mit Ihnen sprechen wird. Ich bin heute sehr zufrieden.” Sportdirektor Hasan Salihamidzic durfte …

Die deutlichen Aussagen für den Trainer sind überraschend

Genau wie die Leistungssteigerung waren die deutlichen Aussagen der Bayern-Stars pro Trainer überraschend, auch wenn Kovac vor der Partie das “ausgezeichnete Verhältnis“ zur Mannschaft betont hatte. So recht glauben wollte ihm das niemand. Schließlich hieß es zuletzt glaubwürdig, dass sich einige Spieler klar gegen den Trainer ausgesprochen hätten.

Indirekt bestätigte Kovac den Befund, dass es Rebellen in seinem Team gebe, nun auf der Pressekonferenz nach dem Spiel – offenbar ermutigt durch den Erfolg und die warmen Worte von Robben und Lewandowski. Kovac sagte auf die Frage nach der herzlichen Umarmung mit Franck Ribéry nach dessen Auswechslung: “Man sprach von vier, die gegen mich seien. Aber man sprach nicht von denen, die schon irgendwo auf unserer Seite sind. Das war, glaube ich eindeutig genug, und davon gibt es viele in dieser Mannschaft. (…).” Es gibt also “viele”, die auf Kovac Seite sind. Heißt andersherum: Es gibt tatsächlich Spieler, die nicht viel vom Trainer halten.

Niko Kovac beweist Mut

Es ist mutig, so etwas öffentlich zuzugeben, anstatt in die übliche Schönrednerei zu verfallen. Es zeugt davon, dass Kovac nach dem Erfolg gegen Benfica Rückenwind verspürt.

Was das für die Zukunft bedeutet, ist vollkommen offen. Die grundsätzlichen Probleme des Kaders (Überalterung, Defensivprobleme, kleiner Kader) sind ja nicht von heute auf morgen verschwunden. Hinzu kommen die zwei Fraktionen in der Mannschaft, die nun indirekt bestätigt sind. Nächste Station für den Trainer ist Bremen. Alles andere als ein Sieg gegen den Rivalen von einst wird ihm nichts nützen.

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